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muzeum miejskie wrocławia

MUSEUM DER FRIEDHOFSKUNST

Alter Jüdischer Friedhof in Breslau
ul. Ślężna 37/39, Breslau

Täglich geöffnet von 10.00 bis 18.00
(im Winter bis zur Abenddämmerung)

Eintrittskarte:

  • 7 zł. - normal,
  • 5 zł. - ermäßigt

In der Frühlings-Sommer Saison gibt es an jedem Sonntag um 12.00 eine Führung über den Friedhof von den Mitarbeitern des Stadtmuseums Breslaus.

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Der alte Jüdische Friedhof ist die einzige Grabstätte der Wende des 19. und 20. Jahrhunderts, der in Breslau erhalten wurde. Es ist auch eine originelle und einzigartige Zusammensetzung von Grabskulpturen und kleineren Architekturen, die harmonisch mit einem ordnungsgemäß gewarteten und sorgfältig gepflegtem Grün koexistiert. Das Aussehen der Gräber hat sich im Laufe der Jahre verändert - von traditionellen, dicht gestellten Grabsteinen zu kühnen und monumentalen Formen, Familiengrabsteine. In diesen letzten ist der Einfluss der Architektur aller Epochen deutlich sichtbar: vom Altertum über Mittelalter und Jugendstil bis zur Moderne. Reich verwendet wurde auch Symbolik, weltliche sowie religiöse.

 

Die erste Beisetzung auf dem Friedhof fand im Jahr 1856, die letzte 1942 statt. Damals wurde der Friedhof drei Mal erweitert. Im Jahr 1975 wurde er in das Register der Denkmäler der Stadt eingetragen und seit 1988 arbeitet er im Rang eines Museums. Derzeit beträgt die Fläche des Friedhofs fast 5 Hektar, auf der sich etwa 12 Tausend Grabsteine befinden.

 

Der alte jüdische Friedhof ist eines der wenigen noch erhaltenen Denkmäler, das mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Breslau, die aufgrund ihrer Stellung und Reichtum einen enormen Einfluss auf die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung Breslaus hatte, verbunden ist. Das geordnete Erscheinungsbild des Friedhofs und die Dynamik hinter einigen Grabsteinen sind u. a. ein Ergebnis der Haskala Bewegung - eine in Deutschland beginnende Bewegung, die aufgeklärte Reformen im Sinne der Assimilation.

    

Auf dem Friedhof liegen viele herausragende Persönlichkeiten, auch solche, die plötzlich in Breslau gestorben sind und hier begraben wurden:

  • Ferdinand Lassalle (1825-1864) - Gründer der ersten Arbeiterpartei in Deutschland
  • Heinrich Graetz (1817-1891) - Urheber der berühmten historischen Schule
  • Ferdinand Cohn (1828-1898) - weltberühmte Botaniker
  • Herman Cohn (1836-1906) - ausgezeichneter Augenarzt
  • Leopold Auerbach (1828-1897) - weltberühmter Biologe
  • Friderike Kempner (1828 - 1904) - bekannte schlesische Sängerin
  • Auguste und Siegfried Stein - Eltern von Edyt Stein, Heilige Teresia Benedicta vom Kreuz
  • Henryk Toeplitz (1822 -1891) - Schirmherr von Künstlern, u. a. von Stanisław Moniuszko
  • Jacob Rosanes (1842 - 1922) - Mathematiker und Schachmeister
  • Clara Sachs (1862-1921) -maler im Stil des Impressionismus

  
  

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